Vorsorgehorror und Klinikaufenthalt ET-42

Letzte Woche Donnerstag stand mal wieder Vorsorge bei meiner ja so tollen Frauenärztin an. Ich kann ganrnicht in Worte fassen, mit welcher Begeisterung ich an diesen Tag zurück denke.

Nicht das ich mich nicht freue meine Maus zu hören oder auch zu sehen, prinzipiell sind seit geraumer Zeit sämtliche Termine zur Vorsorge einfach nur noch der blanke Horror.

Auch dieses mal bin ich nicht verschont geblieben.

Was mit einer Grundsatzdisskusion über die Wahl meiner Sonographie-Kontrolle begann, endete mit einer Einweisung ins nächste Krankenhaus.

Ich berichtete meiner Ärztin hier zum 2. male über das Taubheitsempfinden das ich ab und an in Gesicht und Arm habe und über die taube Stelle am Bein. Was beim letzten Gespräch noch als Banalität betrachtet wurde, versetzte sie in helle Aufruhr. Die Mitteilung das ich damit sofort zur Neurologie in die nächste Klinik solle und da auch stationär bleiben solle, versetzte mich natürlich wieder in einen Heulkrampf.

Ich bin dann also mit Mann und Sack und Pack ins Krankenhaus. Dort wurde ich erst mal gehörig auf den Kopf gestellt. Ultraschall, Sono, CTG, Blutentnahme….das volle Programm. Ich wäre gerne irgendwo untergetaucht, denn das war mir definitiv zu viel. Als die Stationsärztin mir dann noch einen Zugang im Handgelenk legte, der sofort schmerzte und blau wurde, war der Tag für mich eigentlich gelaufen.

Ich bekam dann also ein Zimmer und wurde regelrecht aufs Abstellgleis gepackt. Der Neurologe wäre verständigt und man würde mir bescheid geben. Ja danke….toll. Das war Mittags um 13.00Uhr. Ich lag da nun also rum und wartete, und wartete, und wartete, es gab um 15.30 Uhr Kaffee. Ich wartete weiter und weiter, und weiter….um 17.30 Uhr gabs Abendessen….

Kurz darauf lief man mit 2 Infusionsbeuteln in meinem Zimmer auf, ich hätte Natriummangel…ja auch toll. Ich fragte mich in dem Moment warum meine Frauenärztin eigentlich nie einen Mangel feststellte, ich hier aber gleich nen ganzen Konvult an Flüssigkrams eingeflößt bekomme. Der krönende Abschluss war die Thrombosespritze. Ich hatte die Schnauze voll!!!

Meine Begeisterung stieg, denn der Zugang an der Hand war nicht mehr zu ertragen. Man legte kurzerhand einen neunen. Danach hing ich erst mal knapp 3 Stunden an den Beuteln. Achja, bisdahin hat sich natürlich auch kein Neurologe gemeldet. Ich durfte also wirklich da übernachten.

Was ein Horror. Ich will auch garnicht mehr weiter ausholen. Mittags um 13 Uhr am nächsten Tag war ich endlich beim Neurologen, welcher dann feststellte das ich jediglich geschwollene Nervenbahnen in den Armen habe, was sich aber nach der Schwangerschaft wieder bessert.

Ich war froh das ich mit der Diagnose dann auch endlich nach Hause konnte.

Heute hatte ich meine ganz normale Hebammenkontrolle. Wir haben gemeinsam entschlossen das ich nur noch den Nächsten Termin bei der Frauenärztin wahr nehmen werden, denn an dem bekomm ich die letzten Aufkleber der Blutuntersuchungen in den Mutterpass. Alle anderen Vorsorgen werden wir dann gemeinsam im Krankenhaus machen. Dort wird dann ohnehin auch wieder Ultraschall gemacht, für den die Ärztin Geld verlangt hätte.

Sicher wird die Frauenärztin nicht begeistert sein, aber ich habe keine Lust mehr auf Panikmache, oder Ansagen wo und von wem ich mich Untersuchen zu lassen hab. Genau so wenig lasse ich mir weitere Toxoplasmosetest andrehen, ich habe nämlich immer noch keine Katze.

So toll die Betreuung durch die Praxis zu Beginn auch war, um so schlimmer ist das Gefühl dort weiterhin betreut zu werden. Die letzten Wochen meiner Schwangerschaft möchte ich doch weitestgehends ohne Ängste verbringen.

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2 Gedanken zu „Vorsorgehorror und Klinikaufenthalt ET-42

  1. Nad

    Mit dem Krankenhausbesuch hast du mir wirklich einen riesen Schrecken eingejagt. Zum Glück ist es wohl weniger schlimm als gedacht, wenn auch sicher nicht angenehm.
    Was ich von den Ärzten und der Betreuung halten soll weiß ich auch nicht so recht. Ich bin froh eine sehr kompetente Hebamme zu haben, die mich von Anfang an mit betreut hat und dir mir somit auch Dinge ans Herz gelegt hat, die meine Ärztin wohl nicht angesprochen hätte.

    Zähle die Tage runter und mache einen Bogen um alle Fettnäpfe. Vielleicht lässt sich deine Maus, dann auch bald blicken.

    Antwort
  2. christin lemke

    ich habe/hatte ja die gleiche frauenärztin und war am anfang wie du auch recht zu frieden, hab aber nun auch nochmal gewechselt…zwar auch aus dem grund der entfernung, aber auch hauptsächlich weil sie einen einfach nur stresst und da das mein erstes kind ist, machen einen diese ständigen extra untersuchngen wo ich ja umbedingt hin musste nur sinlosen stress..und dann immer alles was ist mit bludhochdruck und schwangerschaftsdiabetis zu unterstreichen, was ich definitiv nicht habe, reichte mir nun langsam..und nun ist es wenigstens da etwas ruhiger, die letzten wochen sind ja eh anstrengend genug, da brach man das nicht auch noch….

    nicht mehr lange und du solltest auch versuchen auch trotz deiner ganzen probleme,die echt nicht schön sind und wobei ich dir fest die daumen drücke das alles schnell wieder gut wird, jetzt die letzten wochen nur an dich und deine kleine tochter zu denken….

    Antwort

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