Archiv für den Monat September 2012

14 Tage Fusselmeedchen

14 Tage Fusselmeedchen

Du bist jetzt schon 2 Wochen alt mein kleines Traumbaby. So schnell vergeht die Zeit. Gerade gestern sah ich mir die Bauchbilder an, und es fühlte sich an als wäre es schon ewig her das du dort drin warst. Kaum noch vorstellbar. Es ist so schön abends mit dir gemeinsam einzuschlafen und morgens wieder aufzuwachen. Du bist generell noch sehr unkompliziert. Du schläfst schon 4-5 Stunden am Stück.

Du kannst ordentlich deine Windeln voll machen und wenn ich zu schnell mit dem Wechseln bin, schaffst du es auch mal mich richtig voll zu machen XD. Du hast schon gut zugenommen. Du wiegst nun 3590 Gramm. Dein Nabel ist in etwa 2 Tagen so weit abgeheilt, das wir das erste mal baden können. Da freut sich der Papa schon sehr drauf.

Wir sind ganz stolz auf dich denn diese Nacht hast du das erste mal in deinem eigenen Bett geschlafen. Insgesamt musste ich nur 2 mal aufstehen, weil du hunger hattest.

Kleines Fusselmeedchen, wir lieben dich von ganzem Herzen.

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Aus der Sicht eines Babys…Einschlafübung?!

Etwas das ich bei einer lieben Twitterfreundin http://pumucklchen.wordpress.com/ gelesen habe und hier gerne festhalten möchte. Ich habe wirklich weinen müssen als ich es las und meinem kleinen Fusselbaby dabei ins Gesicht sah. Ein erdrückendes Gefühl….

Ich war noch garnicht richtig müde, da hast mich auf einmal hochgenommen und meintest zu mir ich müsse jetzt schlafen lernen. Dann hast du mich in mein Bett gelegt, die Spieluhr angemacht und mir noch einmal über die Wange gestreichelt. Dann bist du rausgegangen. Vorher hast du noch ein Schlummerlicht in die Steckdose gesteckt, ich solle ja keine Angst im Dunkeln haben. Hast du vergessen das ich überall Angst bekomme wo du längere Zeit nicht bist, Mama? Ich kenne doch nur dich. Das erste was meine Ohren auf dieser Welt hörten waren dein Herz und deine Stimme.

Eine Weile liege ich so und beschäftige mich mit mir selbst. Ich weiß ja das du sonst auch immer kommst wenn ich weine. Bald wird es mir aber zu Dunkel und Still, ich fange an mich zu fürchten. Ich vermisse deine Nähe, also wimmer ich ein wenig du wirst sicher gleich kommen. Ich horche in das Dunkel hinein, doch ich höre keine Schritte. Vielleicht hast du mich einfach nicht gehört? Also Jammer ich lauter. Ich wundere mich, und bekomme noch viel mehr Angst, eigentlich müsstest du doch längst da sein? Ich höre dich und Papa nebenan. Wieso kann keiner kommen?

Ich fange an zu Schreien und die Zeit kommt mir so ewig lang vor. Mein Hals tut weh, meine Augen brennen und ich krieg kaum noch Luft. Und Niemand kommt. Hab ich dich verärgert? Brauchst du mich nicht mehr, hast du mich nicht mehr gern? Hörst Du mich nicht? Ich Schreie immer angestrengter, Niemand kommt. Ich strampel mit meinen Ärmchen und Beinchen und muss bald ruckartig Luft holen damit ich weinen kann. Ihr nennt das Schluchzen.

Niemand kommt. Ich starre in die Dunkelheit, ich fange an heute Nacht etwas zu begreifen : Der Pool meiner Geborgenheit und meiner Sicherheit den ich für unanfechtbar hielt, ist angreifbar und wackelig. Ich habe dir gesagt das ich dich brauche, du hast nicht reagiert. Vielleicht hilfst du mir jetzt in Alltagssituationen in denen ich Angst hab auch nicht mehr? Ich glaube es fast. Ich schreie noch einmal, vielleicht hast du mich wirklich nicht gehört, Niemand kommt. Anstatt deine warme Brust und deine beruhigende Nähe zu spüren, sehe ich nur die kalte Bettdecke, und rieche Laken anstatt warme Haut. Ich schlafe schlecht ein und habe Alpträume vom Verlassensein. Wenn ich aufwache bist du noch immer nicht zurück, du hast nur ab und an mal reingeschaut. Das erste Mal als die Tür aufging freute ich mich riesig endlich hast du mich gehört! ! ! Doch du sagtest nur etwas von keine Angst mein Schatz und bist wieder hinaus gegangen.

Ich habe hinter dir her geschriehen, und mich dann so unfähig gefühlt dir offensichtlich nicht sagen zu können das ich alleine bin, als du nicht zurück gekommen bist ..

Warum ??

Passend zum ET Geburtsbericht

Ich wusste ja bereits seit Donnerstagmorgen den 06.09.2012 durch den Anruf meiner Hebamme, das ich am Montag den 10.09.2012 einen Termin bekam um die Geburt einleiten zu lassen. Ich war ihr so unendlich dankbar für ihren Einsatz bei der Ärztin. Die nächsten Tage zogen sich natürlich dementsprechend wie Kaugummi.

Als dann endlich Montag war, sind der Papa und ich morgens um halb 9 dann mit gepacktem Klinikkoffer los in die Klinik. Wir meldeten uns bei der Hebamme, die ging mit uns gemeinsam dann rüber zur Gyn-Station. An diesem Montag Morgen war schon die Hölle los auf Station, so war für mich auch noch kein Zimmer frei. War auch nicht weiter schlimm, es standen ohnehin erst die Kontrolluntersuchungen an. Der Fusselpapa ging mich derweil anmelden. Die Untersuchungen waren alle zufriedenstellend und nichts sprach gegen eine Einleitung. Ich musste noch die üblichen Klauseln unterschreiben, von wegen Eigenverantwortung und co. Ich wusste schon vorher auf was ich mich einlasse. Das man der Einleitung nicht Positiv gegenüber stand, lies man mich von anfang an spüren. Aber ich hab es nicht weiter an mich ran gelassen. Ich wollte ein Ende dieser Schwangerschaft, mein Baby im Arm halten.

Gegen 10 bekam ich dann endlich ein Zimmer und ein Bett. Man schrieb das erste CTG. Des war ruhig und ohne Wehentätigkeit. Ohnehin erkenn ich da so oder so nie viel drauf. Um 10.15Uhr kam die Ärztin mit einer Studentin um mir einen Venenzugang zu legen. Naja die Studentin war wirklich sehr nervös, und gerne hätte ich ihr die Nadel selbst irgendwohin geschoben. Irgendwann hatte sie es dann doch geschafft sie in die Vene zu stechen. Danach musste ich nochmals zur Untersuchung. Man klärte mich nochmals über die Risiken auf. Das die Einleitung auch über 3 Tage gehen kann. Das dieses nur eine geringe Dosis sei die man erst am nächsten Tag erhöhe. Hmpf…na tolle Aussichten…3 Tage, und wenns nix wird wieder nach Hause…

Gegen 10.30 Uhr kam es dann endlich zum großem Moment. Man legte mir endlich die Tablette zur Einleitung. Nun hiess es 2 Stunden liegen und CTG schreiben. Was soll ich von diesen 2 Stunden berichten. Nichts, es tat sich absolut nichts. In der zwischenzeit kam meine Bettnachbarin aus dem OP wieder. Sie hatte einen Kaiserschnitt. Hachz, sie hatte ihr Baby nun also. Bei mir stand immer noch alles in den Sternen. Nach 2 Stunden kam die Ärztin zur Kontrolle. Nicht eine Wehe. Keine kleine Welle. Nix… Es hiess nun also abwarten. So lag ich dann da und wartete auf ein Ziehen, ein Zucken…irgendwas. Das einzigste was zuckte war das Fusselkind…wie immer schön in die Rippen. So zum Abschluss.

Gegen 16.30 Uhr war ich dann so gefrustet, weil sich nichts tat, das ich Treppen hoch und runter gelaufen bin. Ein paar mal, in der Hoffnung das sich nun was tut. Völlig ausser Puste bin ich dann erst mal wieder Richtung Bett. Und tatsächlich, ich merkte ein leichtes ziehen in der Beckengegend. Gegen 17.30 kam der Fusselpapa nochmal vorbei und auch mit ihm bin ich dann nochmal eine Runde gelaufen. Tatsächlich wurde das ziehen stärker und entwickelte sich zu einer leichten Wehentätigkeit. Gegen 18.30 Uhr ist der Papa dann erst nochmal nach Hause. Ab da kann ich sicher sagen das es Wehen wurden.

Wie vorher schon erwähnt war auf der Station an diesem Montag einiges los, so liess eine Schwester auch nach klingeln etwas auf sich warten. Ich fragte nach ob man nich mal CTG schreiben solle. Gegen 20.00 Uhr nach 3 maligem fragen wurde dies dann auch gemacht. Süße kleine Wellen waren zu verzeichnen. Aber noch zu unregelmäßig um mehr auszulösen. Etwa um 20.30 Uhr sah die Ärztin nochmal nach mir und meinte wenn bis 21 Uhr nicht mehr käme, würde sie mir ein medikament zum Wehenhemmen geben und morgen weiter machen. Na toll, dachte ich und hoffte doch das es mehr wird. Und genau so war es auch. Um 21.15 Uhr gab mir die Ärztin nochmal Zeit bis 22 Uhr abzuwarten. Ich war ihr dankbar.

Ab da kamen die Wehen regelmäßig alle 5-3 Minuten, der Abstand verkürzte sich später auf 2 Minuten.

Um 21.50 Uhr knackte es dann im Rücken als wenn man einen Knorpel zerbeisst. Ich hab noch Witze gemacht, da auch nichts passierte. Meine Bettnachbarin meinte das es nach Blasensprung klang, ich konnte aber keinen Flüssigkeitsverlust verzeichen. Im gleichen Moment kam dieses Knacken nocheinmal und dann lief es auch schon. Ich hab sowas zuvor noch nicht erlebt. Panik ergriff mich. Ich klingelte und Griff gleichzeitig zum Telefon. 3 mal musste ich anrufen um den Fusselpapa wach zu bekommen. Kaum zu fassen das der schon geschlafen hat. Er war direkt wach und sagte er komme sofort.

Ich wurde untersucht und es hiess sofort: Kreissaal. Ich war am Ende, hatte totale Panik und zudem lief es immer noch Wasserfallartig aus mir heraus. Ich war nass bis zum Hals. Es war also doch ne Menge Fruchtwasser.

Im Kreissaal legte man mich im wahrsten Sinne des Wortes erst mal trocken. Da kam dann auch schon der Fusselpapa. Die Wehen würden immer stärker, waren aber noch recht gut und Geräuschlos zu veratmen. Die Hebamme die an diesem Abend da war, die war erstmal sehr unfreundlich. Ja das Thema eingeleitete Geburt. Mir gingen die Sprüche aber ehrlichgesagt am Arsch vorbei, denn ich wusste, nicht mehr lange und ich habe mein Baby im Arm! Sie sollte mir einfach nur dabei helfen und ich wusste das wird sie auch. Auch die Ärztin selbst blieb in der Nähe und sah immer wieder nach mir.

Ab 23 Uhr verschwimmen bei mir die Zeiten…ich weiss nicht mehr um wie viel Uhr die Wehen so unerträglich wurden das ich nur noch hätte heulen können. Ich konnte nur noch mit Armen über Kopf veratmen und jaulen. Auf der Seite liegen ging auch nicht mehr. Und dieses verdammte Fruchtwasser, das nahm einfach kein Ende.

Ich bekam irgendwann am Rande mit das der 2. Kreisaal auch belegt war und die Mutti genau so am Jaulen war wie ich. Die Hebamme bekam ich kaum noch zu Gesicht. Dafür war die Ärztin aber immer mehr an meiner Seite.

Der Mann lenkte sich mit seinem I-Phone etwas ab. Das war auch ok so. Er hätte eh nicht helfen können. Wichtig war mir nur das er da war. ich wollte nicht getätschelt und gestreichelt werden. Ich wollte nur das er zur Stelle war wenn ich es wollte.

Die Geburt im anderen Kreissaal war in etwa genau so weit wie bei uns. So waren Ärztin und Hebamme immer im Wechsel unterwegs. Zwischendurch bekam ich LMAA Tropfen über den Zugang um wenigstens ein paar Wehen erträglicher zu machen.

Das waren wirklich Hammerwehen. Ich habs garnicht so heftig in Erinnerung gehabt. Als ich das Gefühl hatte das ich pressen muss, schickte ich den Mann los er solle sofort jemanden holen. Die Hebamme war grade mitten in der anderen Geburt, so kam die Ärztin alleine.

Sie redete mir Mut zu und sagte ich solle ruhig Pressen. Da gings auch schon los. Alles in allem hab ich das ganze eher dramatisch schnell in Erinnerung. Erst rief sie Pressen, das Stop und als ich einen Wehenstillstand hatte kam Panik auf. Wenn ich dran denke läufts mir eiskalt den Rücken runter. Mein Kind steckte für einen Augenblick mit dem Kopf fest und ich musste alle Kraft aufbringen ohne Wehe zu schieben. Mir kam es or wie eine Ewigkeit und ich hatte das Gefühl das ich unteren Bereich in tausend Fetzen reisse.

Dann um 1.11 Uhr war mein Baby endlich geboren. Ich zitterte am ganzen Körper. Man zeigte sie mir, sie war so wunder wunder schön. Der Papa durchschnitt sogar die Nabelschnur. Ich bin so stolz auf ihn, denn das wollte er nicht machen. Ich hätte es auch nicht erwartet.
Man nahm mir mein Baby dann erstmal wieder und kontrollierte die Atemwege und Sauerstoffsättigung. Durch den Wehenstillstand war die Maus ganz blau im gesicht und hatte diverse Blutergüsse. Schrecklich.

Als mein Kind so weit versorgt war ist der Papa dann auch gegen 1.30 Uhr nach Hause gefahren. Für mich war es ok. Ich musste noch versorgt werden. Zum Glück kann ich sagen das doch alles an mir heile geblieben ist, auch wenn es sich anders angefühlt hat und ich der Ärztin erstmal nicht geglaubt habe. Endlich hab ich dann auch meine kleine Maus auf die Brust bekommen und dieses schlaue Baby hat sofort von alleine den Weg zur Brust gefunden. Ich war stolz wie Oskar.

Ganze 3,5 Stunden habe ich noch im Kreissaal gelegen. Wie ich im nachhinein erfahren habe wollte man mich noch beobachten da ich einen doch relativ hohen Blutverlust hatte.

Alles in allem war das wirklich eine Blitzgeburt. Und entgegen allen negativen Prognosen ist doch alles wirklich gut gelaufen. Der Chefarzt sagte den nächsten Tag es sein eine Vorzeigeeinleitung gewesen wie aus dem Leerbuch. Na dann 🙂

Ich bin froh das ich es hinter mir habe. Wenn ich daran denke das heute der eigentliche ET gewesen wäre…nun hab ich mein Mäuschen schon 13 Tage und bin dafür sehr dankbar.

Fine-Aida Elaina

11.09.2012

3300gr

50cm

34cm KU

1.11 Uhr