3 Monatskoliken

Jo, wo soll ich da anfangen, am besten ganz vorne.

Der Mucki ist seit Geburt ein Klammeräffchen. Begann unsere Beziehung mit Cluster-Feeding so landeten wir auch relativ früh in der Bauchweh-Phase.

Ich muss sagen, das ich Koliken bereits von meinem ersten Sohn kenne, allerdings war er doch ein Flaschenbaby. Diese erste Zeit mit den Koliken ist mir aber bis heute in Erinnerung. Nächte lang hab ich Furchen in die Bude gelaufen, geschuckelt und geschauckelt, geweint und verzweifelt, auch bei ihm war ich pahsenweise am Ende und genervt. Ständig hatte er Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen. Mit dem Wissen von heute hätte ich meinem Großen aber sicher geduldiger und einfacher durch diese Zeit helfen können.

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Der Mucki wird seit Geburt voll gestillt. Deswegen hatte ich die Hoffnung das die Koliken diesesmal erspart bleiben. Leider ist das nicht der Fall. Auch hier bin ich immer noch verzweifelt und ratlos wenn er sich richtig einschreit.

Am Anfang hab ich mich viel gefragt, was ich falsch mache, was ich falsches gegessen habe, warum ich meinem kleinen Sonnenschein nicht helfen kann und was warum er so leiden muss. Man fühlt sich als Mutter als habe man versagt. Aber das ist nicht der Fall. Gedult und starke Nerven sind hier gefordert.

In den ersten drei Wochen hat er fast dauerhaft geschrien, wenn er nicht gerade an der Brust hing. Und wenn er so extrem schrie, hat er sich natürlich auch dementsprechend übergeben müssen. Es schien ein Teufelskreis zu sein. Trinken, nuckeln, schreinen, kotzen und von vorne. Bis ich das erste mal einen Schnuller gab. Der verschaffte uns wenigstens schonmal Pausen und Entspannung von fast 40 Minuten.

Natürlich hab ich auch andere Mamis nach ihren Erfahrungen gefragt. Zum einen kam die Idee, das es an Schokolade liegen kann, zum anderen eventuell an dem Konsum von Milchprodukten.

So kam die Idee zustande, die Ernährung auf Laktosefrei umzustellen. Innerhalb von 3 Tagen wurden die Bauchweh mit Unterstützung von Sab, Carum  Cavi und Colocynthis deutlich besser. Schokolade esse ich aber seit 2 Tagen wieder, ich bin heilfroh das er darauf nicht weiter reagiert. Meine Nervennahrung fehlte mir nämlich ganz arg.

Mittlerweile haben wir „nur noch“ die typischen Schreiattacken am späten Nachmittag bzw. Abend. Und diese dauern zum Glück im Moment nicht länger wie 30-40 Minuten. Zum Glück immer dann wenn das Mädchen schon im Bett liegt und schläft.

An Tagen die unruhiger sind, geht es dem kleinen Mann deutlich schlechter. Das konnten wir die Tage feststellen als das Mädchen krank war und durch ihre Unzufriedenheit den ganzen Tag lang sehr übellaunig und weinerlich war.

Mittlerweile habe ich Sab durch Lefax ersetzt. Das ist wesentlich einfacher zu dosieren, dank Pumpspender und hilft schneller und effektiver.

Jetzt heisst es nur noch durchhalten und Nerven bewahren.

Der Mann schläft schon freiwillig im Gästezimmer, find ich ok, denn er braucht schliesslich seinen Schlaf.

Ich kann aber gewiss sagen, das man einiges lernt, wenn man ein Kolikbaby hat.

  • -Hausarbeit erledigt sich auch mit einem Arm!
  • -Brote schmecken auch ohne Butter, denn der Hunger treibts rein!
  • -Schlaf wird völlig überbewertet!
  • -Das Mitleid der Nachbarn ist definitv auf meiner Seite !
  • -Katzenwäsche ist die beste Wäsche!
  • -Die schönste Ruhe ist ein Haus ohne Kinder und TV!

Wie sind eure Erfahrungen mit Koliken? Wie habt ihr die Zeit gemeistert?

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