Archiv für den Monat Mai 2016

Polypen ade

Oder auch nicht.

Eigentlich hatten wir letzte Woche Mittwoch den Termin zur Op.

Aber schon Dienstag beim Vorgespräch kam alles anders.

Der Mann und ich hatten beide Urlaub. Er ab Mittwoch, ich ab Dienstag. Betreuung für den Mucki war organisert, da die Paten im Urlaub waren.

Nun stand eigentlich alles auf GO, bis ich den Amnesebogen ausfüllen musste. Beim Thema Herz fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Der VSD, ich berichtete damals über diese Diagnose. Diese war längst Rückläufig und bedurfte keiner weiteren Abklärung.

Naja, bis zum erwähnten Vorgespräch. Denn ich erzählte der Arztin davon und sie sagte die Op gleich ab. Denn mit der Diagnose „Rückläufig“ alleine gab sie sich natürlich nicht zufrieden. Somit mussten wir Freitag nochmal zum Kardiologen. Bzw der Papa.

Ich hab geheult. Vor Frust, vor Wut, vor Stress und Angst.

Für mich war der Dienstag einfach zu viel, denn die Polypen Op ist dringend notwendig und die gesamte Organisation war nicht so einfach. Mist!

Nun haben wir seit Freitag das OK vom Kardiologen für die OP, denn der VSD ist vollständig ausgeheilt.

Der nächste Termin ist allerdings erst mitte Juli, kein Urlaub, weder ich noch der Mann. Ich kann mir 3 Tage zwar frei nehmen, aber muss dann alleine irgendwie organisieren um 7 Uhr mit der Motte im Krankenhaus zu sein, den Zwerg kann ich aber auch erst ab 7 Uhr in der Krippe abgeben. Schaff ich es nicht pünktlich in die Klinik, kann sie erst später am Tag operiert werden, was wiederum bedeutet das ich es Nachmittag unmöglich in die Krippe schaffe. Ich hab noch keine Ahnung wie ich mich genau teile um das alles irgendwie zu wuppen, aber es muss gehen.

 

Wichtig ist, das diese verdammte OP statt findet, das Kind endlich Paukenröhchen bekommt, die Polypen entfernt werden und ihr Körper von derzeit 160% runterfahren kann auf normale 100%. Denn diese Dauerbelastung führt laut Kardiologe irgendwann zu Herzproblemen.

Wer kann mich bitte klonen?

 

 

Turbolente Zeiten

Die liegen wahrlich fast hinter uns. Es ist so einiges passiert bei uns in den letzten Monaten. Heute hab ich endlich mal wieder etwas Motivation hier was zu schreiben. Ich komme langsam zur Ruhe und hoffe das Gefühl bleibt nun eine Weile.

Seit November habe ich einen ganz tollen Job. Bisher hab ich mich noch nie so wohl Gefühlt mit dem Thema ARBEIT, wie jetzt. Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, endlich wieder im Berufsleben zu stehen. Das Gehalt geht zwar 1:1 für Kindergarten und Krippe drauf, aber das wird ja nicht ewig so bleiben. Irgendwann gehen die beiden Zwerge ja auch mal zur Schule. Wenn die bis dahin nicht auch Unsummen kosten wird. Man weiss ja nie.

Als Familie hat man es hierzulande ja nicht so leicht.

Der kleine Muckelmann geht seit Januar in die Krippe. nach 3 Wochen echt sanfter Eingewöhnung kam er relativ gut im Krippenalltag an. Er hat es ja nie so leicht mit Vertrauen. Klappt aber wunderbar. Und er geht bis heute jeden morgen freudestrahlend alleine durch die Tür.

Die große Tochter hatte bereits im Oktober schon einen Platz im Kindergarten. Hier gab es bisher nicht einen Tag an dem sie nicht unbedingt in den Kindergarten wollte.

Ich bin so unendlich Dankbar, das wir so tolle Plätze für unsere Kinder gefunden haben.

Familiär hat sich auch nochmal etwas verändert. Es ist entspannter durch die neue Situation.

Wir geniessen unser Familienleben hier sehr. Auch wenn es immer noch etwas Turbolent zugeht, wir bekommen es langsam wieder in den Griff.

Über Freundschaften kann ich hier nicht so viel berichten.

Eine gute Freundin habe ich hier derzeit mit der ich ziehmlich auf der gleichen Welle schwimme, andere Freundschaften drohen gerade etwas zu erkalten. Es geht mir nicht gut damit, aber ich kann es nicht ändern. Die Erwartungen mit dem Umzug waren meinerseits einfach zu hoch. Die Enttäuschung dementsprechen groß. Vielleicht auch der dazugehörige Druck.

 

Zeit heilt alle Wunden, oder wie war das?