Archiv für den Monat Juli 2016

Geschafft

Morgen ist es eine Woche her das die Prinzessin operiert wurde.

Der Tag war für mich die Hölle. Die Nacht zuvor habe ich kaum geschlafen. Ich hatte Angst. Blanke Angst. Die Op ansich ist ja nichts dramatisches. Narkose allerdings löst in mir immer Panik aus.

Wir sind um 6 Uhr aufgestanden. Vielmehr musste ich die Kinder wecken. Ich hatte am Abend zuvor schon alles zurechtgelegt und gepackt.

Wechseltasche fürs Mädchen und Futterbox für den Muck.

Ich bin heilfroh das ich nach der ersten OP Absage nochmal alles so gut organisieren konnte. Der Zwerg wurde ab 6:30 Uhr von unserer Familienhelferin betreut und um 7:00 Uhr in die Krippe gebracht, so das ich mit dem Mädchen ins Krankenhaus fahren konnte.

Wir hatten sogar Glück und bekamen einen Parkplatz direkt vor der Klinik.

Auf Station angekommen wurde uns auch direkt unser Bett zugewiesen. Der Umgang der Schwester mit den Kindern auf Station war toll und unbefangen.

Zwar war für das Mädchen alles komisch, aber sie blieb relativ entspannt. Um kurz vor halb 8 kam dann auch schon die Patentante um für uns da zu sein. der Gedanke das alles alleine durchstehen zu müssen war für mich eine Qual und so bat ich sie kurzerhand ob sie nicht mitkommen könnte und sie sagte gleich ja.

Vielen Dank an dieser Stelle! Wir lieben dich dafür sehr!

Nachdem das Mädchen dann Ophemd anhatte bekam sie Zauberpflaster und den Zaubertrunk.

Auf letzteres hätte ich verzichten können. Denn mein Kind ist wahrlich schon bekloppt genug 🙂

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Kurz darauf wurden wir auch schon abgeholt. Mir war jetzt richtig flau im Magen und ich musste aufpassen das ich nicht schon losheule. Am Op angekommen musste ich mich verabschieden. Und irgendwie hatte das was von Abschied für immer-Gefühl. Diese verdammte Angst. 20-30 Minuten hiess es. Und ohne Tante L wäre ich vermutlich total durchgedreht. Sie hat es aber relativ schnell geschafft mich zu beruhigen. Wir gingen vor das Krankenhaus für eine schnelle Zigarette und tranken danach einen Kaffee.

Zurück am Op wurden wir gleich schon begrüßt. Die Op war beendet und das Mädchen im Aufwachraum. Da nur eine Person hinein durfte, verabschiedete ich mich von Tante L und ging hinein. Schrecklich wie sie da lag. Mein Häufchen Elend. Blut an der Nase und am Mund. Und dann fing sie auch schon an bitterlich zu weinen. Je mehr die Narkose nachliess umso schlimmer wurde es. Sie wurde wütend und lauter. So garnicht mein Kind. Am schlimmsten war für sie aber die Nadel mit dem Verband an ihrer Hand.

Gemeinsam auf dem Bett wurden wir wieder auf Station gefahren. Ich hielt mein weinendes, wütendes und verzweifeltes Kind im Arm und weinte mit ihr. Sie wusste garnicht mehr wo sie war und wollte ihren Bruder, ihre Tante und ihren Papa. Und mich liebt sie garnicht mehr, sagte sie.

Naja. Recht hat sie, ich hab sie ja auch hingebracht in diese Situation. Fast über eine Stunde ging das so, bis die Schwester sie endlich überreden konnte ein Eis zu essen. Und ab da ging es endlich bergauf.

Gegen 10:30 Uhr kam die Ärztin nochmal zur Visite. Da alles super war entliess sie uns nach Hause.

Was ein Glück.

Von Minute zu Minute war sie wieder fitter und agiler und das bis in den Abend. Etliche Eis durfte sie essen und hatte weiter auch keine Schmerzen. Ausser in der Hand in der der Zugang lag. Seit gestern geht sie auch wieder in den Kindergarten. Alles ist wie sonst auch. Nur ausgeruhter und fitter.

Mir fällt auf das sie wesentlich entspannter schläft. Ruhiger vor allem. Das wirkt sich auch auf den Tag aus, denn sie ist bis auf ihren normalen Bockphasen, wesentlich entspannter.

Die Polypen waren übrigends Walnussgroß… ich mag mir garnicht ausmalen wie anstrengend alles für sie gewesen sein muss. Also alles richtig gemacht.

Polypen

Morgen ist das Vorgespräch für die Polypen OP vom Mädchen. 

Ich bin jetzt schon hin und hergerissen zwischen Angst und Wahnsinn. Eigentlich sollte diese OP ja nichts schlimmes sein. Aber es ist und bleibt nun mal doch eine OP. 

Und ich weiß nicht ob es normal ist, aber ich entwickel im Moment eine riesen Angst davor mein Kind zu verlieren. Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf was mit Narkose alles passieren kann. Und eigentlich möchte ich gar nicht drüber nachdenken, aber mein Kopf spielt mit mir böse Spiele. 

Hinzu kommt noch dass ich mit ihr ganz alleine ins Krankenhaus fahre. 

Es ist keiner da der mich einfach mal in den Arm nehmen kann, das alleine zu wissen ist schon furchtbar. 

Ich habe Angst. Eine verdammte, riesige scheiß Angst.

14!

Und ich denke an dich. 

Wünsche dir den schönsten Tag des Jahres. Mit deinen allerliebsten Menschen.

Ich trage dich immer im Herzen und bin immer für dich da! Wo du willst und wann du willst. Ich warte auf dich! Ich liebe dich!